Informationen
für Eltern
Liebe Eltern,
Ihr Kind will (ausgerechnet) Schlagzeug lernen und Sie fragen
sich, ob das eine gute Idee ist?
Viele Kinder müssen ihre Eltern erst mal überzeugen,
dass das nicht nur „so eine Idee“ ist. Auf jeden Fall
sollten Sie ihr Kind ernst nehmen: Wenn es von sich aus den Wunsch
äußert, steckt meist auch was „dahinter“!
Und eines steht fest: Schlagzeug ist ein ideales Instrument. Es
trainiert Koordinationsgeschick, Körpergefühl, Zeitgefühl,
Rhythmik, Ausdrucksfähigkeit und Kreativität. Durch wissenschaftliche
Studien ist bewiesen, dass Musizieren dazu beiträgt, dass Kinder
auch in anderen – sozialen, sprachlichen oder abstrakt-mathematischen
– Bereichen leichter und besser lernen.
Und nicht zuletzt: Schlagzeug ist ein Instrument, das Spaß
macht, herausfordert, Erfolge bringt – und viele Möglichkeiten
zum gemeinsamen Spiel mit anderen Musikern eröffnet.
Nachfolgend finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte
Fragen. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, rufen Sie mich doch
einfach an! Telefon 0179 21 453 21
Wie alt sollte ein Kind für Schlagzeugunterricht
mindestens sein?
Jedes Kind ist anders. Am einfachsten ist es, eine Probestunde
zu vereinbaren, damit der Lehrer den Schüler kennen lernen
kann. Da für das „normale" Schlagzeug eine gewisse
Körpergröße nötig ist, ist ein Einstiegsalter
von acht Jahren gut möglich.
Aber auch später lässt sich Schlagzeug natürlich
immer noch sehr gut lernen – egal ob Teenager oder Erwachsener!

Ist Schlagzeug nur etwas für Jungen?
Immer mehr Mädchen entdecken das Instrument für sich
und es gibt bereits große Vorbilder, Profischlagzeugerinnen
wie Sheila E., Cindy Blackman, Terri Lyn Carrington oder Marilyn
Masur, um nur einige zu nennen.
Egal ob Junge oder Mädchen, Bücherwurm oder Rabauke, ob
jung oder alt - wer Lust an Rhythmik hat, mit Freude dabei ist und
gern Neues entdeckt, kann Schlagzeug lernen – manchmal hängt
es einfach nur davon ab, ob der richtige Zeitpunkt für den
Einstieg gekommen ist.
Muss man Noten lesen können, wenn man Schlagzeug
lernen will?
Obwohl das Schlagzeug ein Instrument ist, das viel Raum für
Improvisation, Spontaneität und Kreativität lässt,
gehört Notenlesen dazu, wie bei jedem anderen Instrument auch.
Der Unterschied ist: man muss es nicht von Anfang an schon können,
sondern lernt das Notenlesen Schritt für Schritt mit dem Spielen
und während des Unterrichts – das ist gar nicht so schwer.

Braucht mein Kind gleich ein komplettes Schlagzeug?
Es ist durchaus möglich zunächst nur mit einer Snare-Drum
(ab ca. 100 €) oder Übungs-Snare, oder einem so genannten
Übungs-Pad (10 € bis 50 €), einzusteigen. Wer dann
merkt, dass Schlagzeug das richtige Instrument für ihn/sie
ist, sollte sich bald ein eigenes Instrument anschaffen. Nicht nur,
weil wir im Unterricht schon nach kurzer Zeit am kompletten Schlagzeug
arbeiten - es fordert, motiviert und macht mehr Spaß!
Ist ein Schlagzeug nicht sehr laut und lässt es sich
überhaupt in einem Mehrfamilienhaus spielen?
Kindern unter 10 Jahren üben zunächst nur 10-30 Minuten
täglich, um sich an das regelmäßige Üben zu
gewöhnen. Mit fortschreitendem Alter wird sich die Dauer langsam
steigern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Üben
so „echt“ wie möglich zu gestalten und durch geräuscharme
Trommelfelle (Mesh Heads), ein Übungsset oder elektronisches
Schlagzeug den Lautstärkepegel zu minimieren.
Aber auch später wird es nicht wie ein Rockkonzert klingen,
denn das Üben besteht auch aus ruhigeren Teilen. So wäre
z.B. eine Kombination von 3-4-mal in der Woche Üben am Übungs-Pad
und 2-3-mal Üben am akustischen Schlagzeug prima. In jedem
Fall sollten die offiziellen Ruhezeiten (Mittagszeit etc.) berücksichtigt
werden. Und vielleicht informiert man auch netterweise einfach die
Nachbarn, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter zu bestimmten Zeiten Schlagzeug
spielt.

Was kostet die Anschaffung eines Schlagzeugs?
Einfache Komplett-Sets gibt es schon ab ca. 300 €. Wer das
Schlagzeug wirklich zu seinem Hobby machen will, sollte zwischen
600 € und 1000 € für ein "Einsteiger-Schlagzeug"
einer Markenfirma ausgeben – die dann auch noch im Ensemble
oder beim ersten Bandauftritt Freude machen (und einen höheren
Wiederverkaufswert haben). Wer sich ein wenig Zeit nimmt, kann auch
durchaus ein gutes und günstiges Gebraucht-Set finden. Bei
der Anschaffung stehe ich gerne beratend zur Seite – gemeinsam
besprechen wir Klang- und Preisvorstellungen und finden eine sinnvolle
Lösung.
Was für Kosten kommen darüber hinaus noch auf
mich zu?
Unterrichtsmaterialien: ein paar Sticks (ca.
7 €), Notenpapier (3 €), Notenständer (ca. 10 €),
CD/Mp3 Spieler mit Kopfhörer in Reichweite des Drum-Sets
Literatur: Es gibt drei wichtige Schlagzeugschulen,
mit denen ich arbeite, die man haben sollte (zusammen ca. 30 €).
Gehörschutz: ist kein Muss, aber empfehlenswert,
ab 3 € (einfache Variante) bis ca. 30 € (professionellere
Variante mit Köpfhörer kombinierbar) erhältlich.
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